Das Wort "Anlagen" kennt jeder, zu dessen Aufgaben es regelmäßig gehört, Geschäftsbriefe zu schreiben. Anlagen sind jene Dokumente oder Dinge, die dem Brief anliegen, also mit ihm gemeinsam versendet werden. Als Nachweis und damit auch ja nichts verloren gehen kann, war es früher üblich, die Anlagen einzeln aufzuzählen (nach Grußformel und Unterschrift). Im Falle eines Bewerbungsanschreibens hieß es dann z. B.: "Anlagen: Lebenslauf, Foto, 5 Arbeitszeugnisse, 2 Referenzen, 1 Schulzeugnis". Alles schön brav untereinander.
Heutzutage beschränkt man sich im Bewerbungsanschreiben einfach auf das Wort "Anlagen". Wer mag, schreibt "Anlage: Bewerbungsmappe" oder "Anlage: Bewerbungsunterlagen". Man spart also ein paar Zeilen Platz, was vorteilhaft sein kann, wenn man im eigentlichen Text viel zu sagen hat.
Geht die Bewerbung via E-Mail raus, so fügt man die Anlagen per Mausklick ein. Sie heißen dann Attachments, was "Anhänge", aber auch "Neigungen" oder "Verhaftungen" bedeutet. Das sollte uns aber nicht weiter irritieren (...).
Dieser Lexionkeintrag wird in Kürze ergänzt.